43. Fluit voor Vlissingen

Man könnte dieses Gemälde als Schiffsporträt bezeichnen: Ein einzelnes Schiff, eine sogenannte „Fleute“ , spielt die Hauptrolle auf diesem Bild von Jan Beerstraten. Obwohl der Maler aus Amsterdam stammte, hat er dieses Bild vermutlich für einen seeländischen Auftraggeber angefertigt, denn im Hintergrund ist deutlich die Stadt Vlissingen erkennbar. Fleuten wurden im siebzehnten Jahrhundert als perfekte Handelsschiffe betrachtet. Sie haben einen charakteristischen bauchigen Laderaum und ein durch stark gekrümmte Spanten vergleichsweise schmales Deck. Diese Schiffe konnten mit einer relativ kleinen Mannschaft und somit recht kostengünstig große Mengen von Ladung befördern. An dem abgebildeten Schiff fällt etwas außergewöhnliches auf. Da Fleuten reine Handelsschiffe sind, fuhren sie normalerweise unbewaffnet. Dieses ist jedoch mit mindestens 20 Kanonen bestückt! Außerdem hat es eine rote Flagge mit gelbem Löwen gehisst, die Flagge der Generalstaaten, der Republik der sieben vereinigten Niederlande. Das deutet darauf hin, dass dieses Schiff zu einer Kriegsflotte gehörte. Möglicherweise war es eines der Vorratsschiffe, die Michiel de Ruyter auf seinen Schlachten gegen die Barbaresken-Piraten ins Mittelmeer begleiteten. Mithilfe der Kanonen konnte diese Fleute sich notfalls verteidigen oder den Feind auf jeden Fall einschüchtern.

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