19 Schmuggelgeld

Das Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie ’t Vliegent Hert beförderte drei Truhen mit tausenden von Gold- und Silbermünzen: Dukaten und Reale. Zwei Truhen konnten vollständig geborgen werden, von der dritten tauchte nur der Inhalt wieder auf. Der größte Teil des gefundenen Geldes liegt heutzutage bei der Niederländischen Bank. Links sehen Sie die Nachbildung einer der Truhen und in der Mitte steht ein authentisches Exemplar. Wie Sie sehen, liegt in der nachgebildeten Truhe Torf auf den Geldsäcken. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass die Geldsäcke durch die Bewegungen des Schiffes hin- und herrollen. Die Münzen würden durch die Reibung verschleißen und somit an Wert verlieren. Schiffe, die nach Asien fahren, haben riesige Geldsummen an Bord. In einer Übersicht aus den Jahren 1734 und 1735 kann man lesen, dass die ’t Vliegent Hert Goldmünzen im Wert von 31.800 Gulden und Silbermünzen im Wert von 35.012 Gulden mitführte. Neben dem Bargeld für Asien erhält der Kapitän Mittel für die Begleichung von Unkosten, wie die Proviantaufnahme in einem Hafen Südafrikas. Sehen Sie die kleinen Truhen mit den Nummern 102, 104 und 106 in der Vitrine? Diese beinhaltenen Schmuggelgelder, mit denen die Bemannung illegal eigene Handelsaktionen bezahlt.

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